Teresa Martin
teresa martin

Ausbildung zur klassischen Tänzerin in Amsterdam. Parallel dazu Flamencoausbildung bei Susana und Antonio Robledo. Mehrjähriges Flamencostudium in Sevilla und Madrid u.a. bei Matilde Coral, Paco Fernandez, Maria Magdalena, Ciro und Manolete. In den folgenden Jahren Engagements bei verschiedenen spanischen Tanzcompagnien und als Solistin in namhaften "Tablaos".

Seit 1974 Auftritte mit eigenen Choreografien: "Fantaisie sur des rythmes Flamenco" zur Musik ihres Vaters, des Schweizer Komponisten Frank Martin, "Inspiraciones Andalusas" und "Le vent de violoncelles sur le sable espagnol". Anschließende Tourneen in Europa und Südamerika. 1984 Mitbegründerin, Tänzerin und Choreografin der Tanzcompagnie "Flamencos en Route", Choreografien für die Opern "La vida breve" und "Don Quichotte" am Stadttheater St.Gallen sowie "Carmen" in den Arènes d’Avenches.

Neben ihrer Arbeit als Choreografin ist Teresa Martin, die mit ihrem Mann in Andalusien lebt, eine gefragte Dozentin für Flamencotanz in Spanien und zahlreichen anderen europäischen Ländern.

Die musikalischen Strukturen und Bewegungsformen des Flamenco bilden für Teresa Martin das Vokabular, aus dem sie ihre eigene choreographische Sprache entwickelt, die Neues formuliert und zugleich die große Kraft und Spontaneität des Flamenco bewahrt.

Um diese Kunstform, die außerhalb der großen Theater entstanden ist, in einer zeitgemäßen Form für die Bühne zu adaptieren, unterzieht sie das Material einer bewussten künstlerischen “Übersetzungsarbeit”. Im klassichen Ballett und Modernen Tanz ebenso zuhause wie im Flamenco, verbindet Teresa Martin diese Welten miteinander und entwickelt so eine ganz eigene Bühnensprache, die das unverwechselbare Kennzeichen ihrer Arbeit ist.